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Menschen, die infolge Alters oder körperlicher oder geistiger Gebrechen pflegebedürftig sind, erhalten dem Grunde nach Leistungen aus der Pflegeversicherung. Die Höhe dieser Leistungen bemisst sich nach dem von der Pflegeversicherung festgestellten Pflegegrad, der wiederum Ausdruck des Umfanges der Pflegebedürftigkeit ist und dienen dem Aufwand für notwendige pflegerische Leistungen. 

Die meisten pflegebedürftigen Menschen benötigen über die pflegerische Versorgung hinaus jedoch noch weitere Leistungen, die unter dem Begriff Entlastungsleistungen im Sozialgesetzbuch XI beschrieben sind. Dies sind einmal Leistungen der Alltagsbegleitung sowie Leistungen zur Versorgung des Haushalts. Hierfür steht allen Pflegebedürftigen, denen ein Pflegegrad zuerkannt ist, ein monatlicher Entlastungsbetrag von 125 € zur Verfügung.

Um solche Leistungen zu erbringen und auch mit den Pflegekassen abzurechnen, ist für die Leistungserbringer eine vorherige Schulung erforderlich. In Bayern werden solche Schulungen unter anderem von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft in drei Modulen angeboten und zwar in einem Grundkurs, einem Kurs in Alltagsbegleitung sowie einer Schulung in Haushaltsführung.
Und mit einer solchen ganztägigen Schulung in Haushaltsführung wurde kürzlich der diesjährige Schulungszyklus in unserem Landkreis abgeschlossen. Im Rahmen dieser Schulung, die vom Generationenbund BGL organisiert wurde und an der neben den eigenen Helfern/innen auch Mitarbeiterinnen von Engel in Zivil, den Seniorengemeinschaft BGL Süd, der Diakonie und von Begleitung von Menschen e.V. teilnahmen, spannte die Kursleiterin Margit Maier-Marth einen weiten thematischen Bogen, beginnend bei Fragen der Hygiene im privaten Haushalt über Fragen der Reinigung und Pflege des Wohnbereichs, der Wäscheversorgung bis hin zu Besonderheiten der Ernährung von älteren und alten Menschen.
Ein Schwerpunkt dabei war unter anderem der Umgang mit Lebensmitteln im Haushalt, von denen, z.B. bei unsachgemäßer Lagerung, durchaus erhebliche gesundheitliche Risiken für die alten Menschen ausgehen können und es daher durchaus sinnvoll kann, auch mal empfindliche Lebensmittel zu entsorgen, bevor Vergiftungen riskiert werden.
Ein weiteres Anliegen war der Kursleiterin aber auch, ausführlich auf die Besonderheiten der Ernährung im Alter einzugehen. Denn mit fortschreitendem Alter ändern sich auch diese Bedürfnisse teilweise grundlegend, wobei nicht zuletzt auch der Zufuhr von ausreichend Flüssigkeit eine ganz besondere Rolle zukommt.
Mit den Kenntnissen aus dieser Schulung, die noch viele weitere Themen berührte und so manches an Wissen der Tagungsteilnehmer/innen, die meist schon viele Jahrzehnte an Hausfrauenpraxis aufweisen konnten, wieder aktualisierte, können nun die 20 Helfer/innen nach Erhalt ihrer Zertifikate entweder als Alltagsbegleiter/innen oder bei der Hilfe im Haushalt von Pflegebedürftigen, oftmals auch im Rahmen der Nachbarschaftshilfe, eingesetzt werden und so dazu beitragen, dass die in diesem Bereich ständig steigende Nachfrage künftig besser ausgeglichen wird.

22.11.2021 G. Wolf

Bildhinweis: Temperamentvoll, praxisnah und detailgenau vermittelte die Hauswirtschaftsmeisterin Margit Maier-Marth aus Wolfratshausen die Schulungsinhalte und sorgte so dafür, dass trotz der ganztägigen Schulung die Aufmerksamkeit der Teilnehmer/innen nicht nachließ.

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