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“Frau Berger, ihr Enkel hat einen schweren Unfall verursacht und muss eine hohe Kaution beibringen, damit er nicht ins Gefängnis muss“, so oder so ähnlich fangen viele Geschichten an, die unter dem Begriff „Enkeltrick“ inzwischen traurige Realität geworden sind. Und, es sind vor allem ältere Menschen, die von Trickbetrügern auf diese und ähnliche Weise heimgesucht, ihre Gutgläubigkeit ausgenutzt und oftmals um hohe Summen erleichtert werden. 

Zwischenzeitlich, so konnte Kriminalhauptkommissar Karl-Heinz Busch, der bei der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein als kriminalpolizeilicher Fachberater tätig ist, anlässlich des jüngsten Treffens der Reichenhaller Senioren im Cafe Sonnenschein berichten, hat sich der Schwerpunkt der Trickbetrügereien gegenüber älteren Menschen auf den Einsatz von falschen Polizisten verlagert.

In diesen Fällen, schilderte Busch, temperamentvoll aber auch kenntnisreich, den aufmerksamen Zuhörern, geben die Anrufer vor, von der Polizei zu sein und bei den älteren Menschen wertvolle Gegenstände, allerdings meist größere Geldbeträge, sicherstellen zu müssen, damit diese nicht irgendwelchen Gaunern in die Hände fallen. Auch ein Rückruf bei der angegebenen Telefonnummer ist meist nicht hilfreich, da dort wiederum jemand antwortet, der zu den Trickbetrügern gehört. Und selbst die Übergabe des Geldes verläuft dann meist in scheinbar geordneten Bahnen.
Daher die Warnung des Fachberaters, wenn auch nur die geringsten Zweifel an solchen und ähnlichen Anrufen bestehen, gleich direkt entweder unmittelbar aufzulegen oder aber die Notrufnummer zu wählen, denn nur über diese kann man sicher sein, dass am anderen Ende auch tatsächlich die Polizei ist. Und noch etwas ist sicher, so der erfahrene Kriminalbeamte, das in solchen Fällen ausgehändigte Geld ist endgültig verloren.
Aber auch nicht nur Trickbetrüger sind hinter dem Geld vornehmlich älterer Menschen her, auch Einbrecher nutzen gern nicht gut gesicherte Fenster und Türen, um an Geld oder Wertgegenstände zu kommen, andere wiederum geben sich direkt an der Wohnungstür, ohne
vorher seriös angekündigt zu sein, als Amtspersonen oder Handwerker aus, gelangen so in die Wohnung und lassen dort, den Überraschungsmoment ausnutzend, oftmals reiche Beute mitgehen.
Und auch hier der Rat des Beamten, es ist besser, Fremden gegenüber durchaus ein gesundes Misstrauen walten zu lassen, als hinterher dem Verlust an Geld oder Wertgegenständen nachzutrauern, wobei Busch im Verlaufe seines Vortrages noch über viele andere Varianten berichten konnte, mit dem Menschen um oftmals hohe Beträge betrogen werden.
Das nächste Treffen der Senioren, die mit viel Geduld und hohem Interesse zugehört hatten, findet am Mittwoch, 17. November wiederum ab 14.00 Uhr im Cafe der Begegnung in der Bahnhofstraße statt. Dabei wird Inge Hartmann ihre Vortragsreihe fortsetzen und über Bad Reichenhall als Stadt der Brunnen viel Fundiertes zu erzählen haben, wobei in Anbetracht der Corona-Situation nur Geimpfte und Genesene Einlass finden.

10.11.2021 G. Wolf

Bildhinweis: Auch wenn Händeschütteln als Zeichen des Dankes derzeit nicht angesagt ist, bedankte sich der Geschäftsführer des Generationenbundes, Günter Wolf (li.) über den facettenreichen Vortrag von Kriminalkommissar Karl-Heinz Busch, der die Zuhörer in ihren Bann gezogen hatte.

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