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Seniorenbeauftragte Ingeborg Hartmann


Ingeborg Hartmann bleibt Seniorenbeauftragte in Bayerisch Gmain – Besuche zu Hause wegen Corona

.„Viele wissen wahrscheinlich gar nicht, was ein Seniorenbeauftragter alles macht“, dankte Bürgermeister Armin Wierer mit knappen Worten Ingeborg Hartmann für ihre Arbeit. Bei der jüngsten Bayerisch Gmainer Gemeinderatssitzung gab sie einen Rechenschaftsbericht zu ihrer Tätigkeit in den vergangenen sechs Jahren, ehe sie einstimmig vom Gremium für weitere sechs Jahre zur Seniorenbeauftragten bestellt wurde.

Nicht nur in ihren Worten, sondern auch zwischen den Zeilen, hörte man das Engagement und die Leidenschaft von Ingeborg Hartmann für ihr Ehrenamt heraus. Viel Zeit und Empathie sei notwendig, ihre ehrenamtliche Tätigkeit mache ihr aber viel Spaß, so Hartmann. Seniorenbeauftragte „leisten einen aktiven Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels“, veranschaulichte Hartmann in ihrem Bericht ihre vielfältige Arbeit, die sich durch Corona deutlich verändert habe.

Zahl der Anträge deutlich gestiegen

„Als Risikogruppe haben viele Senioren Angst, ihre Wohnung zu verlassen und ins Rathaus zu kommen.“ Unter Einhaltung der Hygienevorschriften besuche sie daher nun die Senioren vermehrt zu Hause. Dies bringe zwei Vorteile mit sich: „Zum einen fühlen sich die alten Menschen in ihren eigenen vier Wänden sicher und geborgen, zum anderen kann ich mir ein Bild über die bestehenden Verhältnisse machen und somit besser Hilfe und Rat erteilen.“

Hartmann nannte konkrete Zahlen: 13 Patientenverfügungen und Betreuungsanträge habe sie mit den Betroffenen in den vergangenen fünf Monaten ausgefüllt – normalerweise seien es zehn bis zwölf Anträge im ganzen Jahr. „Diese hohe Zahl bedingt sich aus der Angst, die derzeit in dieser Altersgruppe herrscht“, schilderte Hartmann ihre Erfahrungen. „Ich höre immer öfter Bedenken der alten Menschen: Da komme ich dann mit Corona oder sonst einer schweren Krankheit ins Krankenhaus. Dann dürfen meine Kinder nicht zu mir und ich sterbe allein. Diese Ängste sind real.“ Auch die Anfragen nach Hilfe etwa beim Einkaufen, Putzen, Waschen oder der Gartenarbeit sowie Spaziergängen oder Arztbesuchen ist deutlich gestiegen, so die Seniorenbeauftragte.

Wichtig ist ihr, dass die Seniorinnen und Senioren so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld leben können. Ist dies nicht mehr möglich, sucht sie mit den Betroffenen nach einer passenden Unterbringung. „Mein Augenmerk liegt besonders auf Schaffung oder Erhaltung von Lebensqualität im Alter, auf Teilhabe am täglichen gesellschaftlichen und persönlichen Leben und dies möglichst lange von zu Hause aus“, fasste die Seniorenbeauftragte den Grundsatz ihrer Arbeit zusammen.

Unter anderem kümmert sich Ingeborg Hartmann in ihren Sprechstunden um das Ausfüllen von Formularen und die Vermittlung an die richtigen Stellen. Auch über Möglichkeiten der Förderung zum altersgerechten Umbau von Wohnungen berät sie. Als weiteres Beispiel ihrer Arbeit nannte Hartmann die Seniorenspaziergänge, die sie gemeinsam mit dem Landratsamt erstmals in Bayerisch Gmain durchgeführt hat. Heuer mussten die Spaziergänge wegen Corona ausfallen. pk

Sept. 2020 Peter Koch
 
Bildhinweis: Ingeborg Hartmann 
              
 

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